Corporate Design Thüringer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Corporate Design Thüringer Landesbeauftragter

zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Bei Ausschreibungen zu überzeugen gehört zwar nicht zum täglich aber doch zum „regelmäßig“ Brot einer Werbeagentur. Neben der reinen zahlenbasierten Kostenkompatibilität gibt hier aber auch hin und wieder der professionelle Eindruck und die Herangehensweise den entscheidenden Ausschlag. Um so erfreulicher, dass wir mit unserem konzeptionellen und strategischen Ansatz im Bietergespräch punkten und den Kunden für uns gewinnen konnten. Nach der bürokratischen Klärung im Thüringer Landtag durften wir unsere Arbeit für den Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beginnen. Um alle Fakten zu kennen, den Kunden und seine Arbeit zu verstehen und bei der Kreation keine falsche Richtung einzuschlagen, bildete ein ausführlicher erster Briefing-Termin den Startschuss und die Grundlage für die beauftragte Gestaltung.

Die grundsätzliche Leistungsbeschreibung sah vor, das Logo zu erneuern, die Bürokommunikationsmittel anzupassen, diverse Vorlagen anzulegen und ein Corporate-Design-Manual auszuarbeiten.

Das Kernelement Logo stellt natürlich das tragende Fundament dar und braucht deswegen ein treffsicheres Konzept. Dessen Grundlage bilden USP und Markenkern, die wir mit unseren Fragen zur Kreativstrategie herausgestellt haben.

Entgegen unserer ersten Vermutungen – und auch durch das alte Logo fehlgeleitet – sind Einblicke in Stasiunterlagen nicht das Alltagsgeschäft dieser Behörde, es erfolgt hierzu lediglich die Vermittlung an den Bundesbeauftragten. Die eigentlichen Ziele und Aufgaben sind Beraten, Erinnern und Aufarbeiten, wobei der erste Punkt das wichtigste Feld ausmacht. Damit lässt sich auch benennen, was das neue Logo und das Corporate Design erreichen sollen: Eine bessere Wahrnehmung (in den Medien) und eine Schärfung der Ziele des Landesbeauftragten. Zusätzlich sollen Klarheit, Verlässlichkeit, Vertrauen und Kompetenz transportiert werden und man will bei Journalisten und Multiplikatoren nicht mehr als Beauftragter für Stasi-Unterlagen gelten.

All das von einem Logo abzuverlangen wäre fast zu viel des Guten, aber unser Entwurf vermag schon recht viel. Er führt grafisch drei Säulen, ein Sprechblasen-Icon, eine Fahnensymbolik und eine Schlaglichtquelle in einem Signet zusammen. Die drei Säulen stehen dabei für die drei Kernthemen, die Sprechblase hebt die wichtigste Säule Beratung hervor, die Fahnensymbolik verweist auf die Mittel der Propaganda in der DDR und steht somit für das Erinnern. Die Schlaglichtquelle visualisiert das Thema Aufarbeitung im Sinne einer Beleuchtung.

Um aber auch wirklich keinen Raum für Fehlinterpretationen zu lassen, haben wir zusätzlich einen Störer im Stempel-Design kreiert, der auf den Publikationen untergebracht wird und die drei Kernthemen klar und deutlich in reiner Textform transportiert.

Bei der Auswahl der Logo-Typografie haben wir uns mit der Super Grotesk an die meistverwendete Schrift der DDR gehalten, ebenso erhöht der minimalistische monochrome Farbeinsatz den Bezug zum mangelbeherrschten SED-Staat.

Im zu gestaltenden Gesamt-Paket sind Rohdaten bzw. Vorlagen zur weiteren Verwendung entstanden für Flyer, Mappen, Plakate, eine Power-Point-Präsentation, Roll-Ups, Stempel, einen Tätigkeitsbericht, Visitenkarten und Namensschilder.

Um einen Leitfaden für die stringente Anwendung der Schriften, der Farben, aller Elemente und ihrer Anordnung mit an die Hand zu geben, war die Erstellung eines Corporate Design Manuals Bestandteil des Auftrags und wurde dem Landesbeauftragten als digitales Dokument übergeben.

Ein äußerst interessantes Projekt mit vielen nachdenklich stimmenden Eindrücken und Einblicken in die Vergangenheit, welches die wichtige Arbeit des Thüringer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur für uns sehr deutlich gemacht hat.

Als wir für unsere Kundin Sabine Richter im Briefing-Gespräch die Logo-Neugestaltung planten, stand von Beginn an fest, dass auch die nicht mehr zeitgemäße Website in ein neues Gewand schlüpfen wird. Das Stricken mit der heißen Nadel haben wir dabei durch eine gute Vorbereitung natürlich in gewohnter Manier ausgeschlossen. - weiterlesen
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